Beim Umgang mit Pferden offenbaren sich verborgene Gefühle

- und bieten sich neue Chancen

Meine ersten Begegnungen mit Pferden waren geprägt von zitternden Knien, Panikattacken und heftigem Darmgegrummel. Leider passte das alles gar nicht zu dem Bild, das ich von mir hatte. Mit 35 Jahren, dreifache Mutter, berufstätig, politisch aktiv – mein Image litt beträchtlich. „Hast du so eine Angst runterzufallen,“ fragte meine Reitlehrerin verblüfft. „Nein,“ antwortete ich noch verblüffter.“Ich bin Volleyballerin, ich kann fallen.“ Was aber war es dann?

Was wir von Pferden lernen können

Haben Sie mal überlegt, was Sie als erstes mit Führung assoziieren? Ist es eher Anstrengung, Fremdbestimmung, Hierarchie und Verantwortung? Oder vielleicht Sicherheit, Entspannung, Freiraum und Klarheit? Nach den Erfahrungen unterschiedlichen Führungsverhaltens meiner Lehrer, der Arbeit in einem selbstverwalteten Unternehmen und meiner Selbstständigkeit tendierte ich lange zu ersterem. Heute sehe ich Führung total anders. Das verdanke ich dem Tanzen und – meinen Pferden.